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Leserbrief

Veröffentlicht am 09. April 2008
Je näher der Bürgerentscheid rückt, desto mehr nehmen die Versprechungen und Drohungen der Musikhallenbefürworter zu. Die SPD verspricht, dass der Send bleibt und auf andere Flächen erweitert wird. Die CDU will 9 Mill. Euro aus dem Verkauf des Stubengassenparkplatzes für die Halle nehmen. (Als ob dieses haushaltstechnisch möglich wäre). Dann wäre das Geld für Soziales auch besser angelegt.

Die Wirtschaftsverbände drohen mit dem Verlust von Arbeitsplätzen (als ob Nokia wegen einer Musikhalle in Bochum bliebe). Übrigens ist Münster auch ohne Musikhalle zur lebenswertesten Stadt gewählt worden.

Die Bürger/innen sind mündig und werden sich nicht beeinflussen lassen, sondern am 27.04 mit Ja stimmen. Genau davor haben aber CDU, FDP und SPD Angst, deshalb machen sie Druck, ob ihre Argumente stimmen oder nicht.

Theo Knetzger, Stettiner Str. 8, 48147 Münster

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Aktion
Leserbrief Anonym April 15, 2008 01:13 PM
Wozu haben wir eigentlich die Halle Münsterland??? Reicht nicht eine Veranstaltungshalle in unserer ach gar nicht so großen Möchtegernmetropole? Zumal die zusätzliche Veranstaltungen doch gut gebrauchen könnte, nach meinem Wissensstand. Alles Quatsch - die Bundesdeutschen müssen sparen oder werden dazu verdonnert und die Städte verpulvern Gelder.

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Re: Leserbrief Anonym April 15, 2008 05:07 PM
Halle Münsterland.... Das war mal eine Viehauktionshalle. Und die ist ungeeignet für klassische Konzerte. Schweine und Ochsen brauchen halt eine andere Akustik als Geigen und Trompeten.

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Leserbrief Anonym April 22, 2008 09:00 PM
Unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten ist eine wie auch immer geartete Beteiligung der Kommune an einem privaten Projekt entschieden abzulehnen. Die Stadt sollte sich lieber auf die Reduzierung ihres massiven Schuldenberges konzentrieren, statt öffentliche Mittel in einen nur von einer Minderheit der Bürger genutzten Bau zu investieren. Pikanterie am Rande: Selbst diejenigen (CDU + FDP) die sich sonst eher marktliberal geben und - völlig berechtigt - gegen ein staatliches und kommunales Engagement im Wirtschaftsprozess wenden, schreien nun nach einer Beteiligung von Vater Staat an einem privaten Vorhaben. Na das ist aber 'mal wirklich glaubwürdig für die politischen Positionen dieser Herrschaften. Ein Blick nach Coesfeld: Ein beherzter westfälischer Unternehmer schenkt seiner Heimatstadt eine wunderschöne, fabulöse Musikhalle und zeigt damit die besten Tugenden eines Unternehmers: Einsatzbereitschaft, Wagemut, Investitionslust, soziale Verantwortung. Umkehrschluss: Münsters Kaufleute und Unternehmer sind allesamt Hasenfüße, die ein wahrhaftiges unternehmerisches Engagement scheuen und sich lieber ihr Steckenpferd von der Allgemeinheit der Steuerzahler finanzieren lassen wollen. Stattdessen sollte ihre Losung lauten: Wir brauchen nicht des Steuerzahlers Groschen, wir 'unternehmen' die Musikhalle selbst. Aber Kaufleute und Auto-Händler scheinen keine Unternehmer zu sein. Geld ist da in Münster - aber Investitionsfeigheit und unternehmerische'Lahmarschigkeit" ebenso. Tipp an die Hallen-Junkies und Investitionsfeiglinge: Ernsting's Family als Beispiel nehmen! Münster braucht eine Musikhalle - aber bitteschön nicht auf Kosten der Allgemeinheit! Darum bitte mit 'Ja!' stimmen! Ende

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Aufforderung zum Rücktritt Anonym April 26, 2008 09:47 AM

Wenn die Stimmen auch noch nicht ausgezählt sind, so fordere ich doch die Fraktionsvorsitzenden der CDU, FDP und SPD, stellvertretend für ihre Parteifreunde im Rat der Stadt Münster, auf, nach dem Bürgerentscheid von ihren Posten zurückzutreten.

Am 21. Januar 2008 wurden 24.427 gültige Unterschriften für den Bürgerentscheid an den Oberbürgermeister übergeben. Nach den Erfahrungen mit den nur ca. 13.000 Unterschriften beim erfolgreichen Bürgerentscheid 2002 und dem Fiasko mit dem geplanten Parkhaus unter dem Ludgerikreisel, hätten die Fraktionsvorsitzenden viel mehr Weitblick beweisen müssen und schon am 13. Februar 2008 die Planungen für die Musikhalle beenden können. Aber nein, mit westfälischer Dickköpfigkeit, angeboren oder angelernt, haben sie diesen Bürgerentscheid nicht verhindert. Sie haben bei den Musikhallenfreunden unnötig Hoffnungen geweckt, und was noch schlimmer ist, sie haben viele ihrer eigenen Wähler mit ihrer Sturheit verärgert. Dies ist vielleicht sogar parteischädigend. Da wahrscheinlich viele von der "angeblichen Parteilinie" abgeweichen und beim Bürgerentscheid mit "Ja" stimmen, werden DIE GRÜNEN, DIE LINKE und die anderen durch diesen Bürgerentscheid gestärkt in die Kommunalwahl 2009 gehen.

Aber das ist nicht das Schlimmste. Noch gravierender ist, dass aufgrund ihrer Halsstarrigkeit voraussichtlich von der Stadt Münster 300.000 Euro für den Bürgerentscheid ausgegeben werden müssen. Von dem vielen Geld für die Kampagnen der Musikhallen-Freunde und -Gegner ganz zu schweigen. Mit dem Geld hätte man viele interessante Konzerte durchführen können. Demokratie ist nicht umsonst, aber in diesem Fall, hätten die Ausgaben verhindert werden können.

PS: Noch sind die Stimmen nicht ausgezählt, daher sollten die Musikhallenfreunde m. E. mit ihren hämischen Bemerkungen bis Sonntagabend 20:00 Uhr warten.

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Wir danken...

...allen Münsteranerinnen und Münsteranern, die sich am Bürgerentscheid beteiligt haben - ganz besonders natürlich denen, die mit JA gestimmt haben;-)

Und wir bedanken uns bei all denen, die uns beim Bürgerbegehren und -entscheid aktiv unterstützt haben. Ohne ihre tatkräftige Hilfe beim Unterschriftensammeln, Zeitungsverteilen, Bekannte ansprechen wäre uns dieser Erfolg nicht gelungen.  

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