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Presseausweis in nadann zur Musikhalle

Veröffentlicht am 21. Februar 2008
In der nadann hat Arno Tilsner in der ständigen Rubrik "Presseausweis" folgenden Kommentar verfasst:

29 Minuten dauert die Fahrt mit dem IC von Münster nach Dortmund und noch einmal ca. 7 Minuten der Fußweg vom Dortmunder Hauptbahnhof zum Konzerthaus Dortmund. Die Philharmonie für Westfalen, wie das 48 Millionen Euro teure Haus sich gerne nennt, eröffnete im Juni 2002 und bietet Plätze für 1560 Besucherinnen und Besucher. Mit gut 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwirtschaftet die 'Dortmunder Musikhalle' ein Minus von 5 Millionen Euro im Jahr. Die große Kunst mit weltbekannten Musikern rechnet sich in Dortmund nicht - trotz Ruhrgebiet als Hinterland.

Das weiß auch Prof. Dr. Klaus Anderbrügge. Er kennt Dortmund wie seine Westentasche, war er doch von 1989-1995 Kanzler der Uni Dortmund, danach 9 Jahre Kanzler der Uni Münster. Jetzt ist er Vorsitzender des Vereins Musikhalle e.V.. Wenn der Verwaltungsmann Anderbrügge mit diesem Wissen das Unternehmen Musikhalle auf dem Hindenburgplatz betreibt, dann steht dabei erst in zweiter Linie Kultur gegen Soziales. In erster Linie steht Kultur gegen Kultur. Nach innen gegen die in Münster von der Stadt bezuschussten Kultureinrichtungen und nach außen gegen die bezuschussten Kultureinrichtungen der umliegenden Städte:

"Bielefeld: Oetkerhalle (1564 Sitzplätze, brillante Akustik), Stadthalle (2200 Plätze)

Osnabrück: Stadthalle mit 1920 Plätzen; ihre Akustik gilt als gut.

Dortmund: Westfälischen Philharmonie - ein hochmodernes, attraktives Konzertgebäude mit 1560 Plätzen" (Quelle: www.musikhalle-muenster.de).

Die öffentlichen Hände graben sich mit Subventionen gegenseitig das Wasser ab. Das ist nichts Neues.

Bemerkenswert ist in Münster zu diesem Thema die ganz große Koalition.

Das schwarz-rot-gelbe Bündnis hebt für dieses Richtung weisende Bauwerk im Rat gemeinsam die Hände. Beharrliche, erstklassige Lobbyarbeit hat das Unmögliche in Münster möglich gemacht.

Allein das 'Stadtvolk' scheint mitten in einer gutachterlich verordneten Sparrunde vom Sinn der öffentlichen Ausgabe nicht überzeugt. Wie auch?

Warum nicht? Der so fragt ist Kampagnen Direktor Markus Müller für den Musikhallenverein. Brot und Spiele verspricht er für die Zeit nach Ostern bis zum Bürgerentscheid.

Ein entspannter, unterhaltsamer Kulturfrühling kann das werden, bevor im nächsten Jahr ohne Musikhalle heftig und mit Musikhalle noch heftiger beim städtischen Haushalt gestrichen wird. - Arno Tilsner

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Wir danken...

...allen Münsteranerinnen und Münsteranern, die sich am Bürgerentscheid beteiligt haben - ganz besonders natürlich denen, die mit JA gestimmt haben;-)

Und wir bedanken uns bei all denen, die uns beim Bürgerbegehren und -entscheid aktiv unterstützt haben. Ohne ihre tatkräftige Hilfe beim Unterschriftensammeln, Zeitungsverteilen, Bekannte ansprechen wäre uns dieser Erfolg nicht gelungen.  

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